coalsi Volumenmax absorbiert souverän die üblen Gerüche aus der Pumpstation

Gäste und Anwohner in Felden können wieder durchatmen

coalsi Volumenmax absorbiert souverän  die üblen Gerüche aus der Pumpstation

Gäste und Anwohner am Feldener Chiemseeufer hatten sprichwörtlich die Nase voll. Das Pumpwerk, welches die Abwässer im Chiemsee Ringkanal aus den südlichen Seegemeinden zur Kläranlage nach Prien-Osternach befördert, stank trotz altem Biofilter bisweilen aus allen Rohren. Damit ist seit Februar dieses Jahres Schluss. Der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AZV) hat mit dem coalsi Volumenmax von Fritzmeier Umwelttechnik die Geruchsbildung abgestellt und den in die Jahre gekommenen Biofilter ersetzt. „Wir mussten die Beschwerden an diesem touristisch-neuralgischen Punkt erstnehmen und haben reagiert“, sagt Thomas Weimann, Geschäftsführer des AZV. Neben einem Campingplatz befindet sich auch Gastronomie und ein Freizeitareal in unmittelbarer Nähe zur Pumpstation.

Zuvor und auch weiterhin wirkt der AZV mit konventionellen Mitteln der Gasbildung entgegen. Dem Abwasser wird ein nitrathaltigen chemisch wirkender Zusatzstoff hinzugeführt das die Geruchsbildung des Abwassers unterdrücken soll. Die dadurch entstehenden höheren Stickstoffwerte werden im Belebungsbecken der Kläranlage wieder unter erheblichen Energieaufwand neutralisiert. Ein sechsstelliger Betrag wird jährlich zur Geruchsvermeidung für dieses chemische Verfahren investiert. Das Filtersystem arbeitet dagegen „systemneutral“ und unterstützt rein ablufttechnisch diesen Prozess. „Entwickelt wurde der coalsi Volumenmax besonders für den Geruchsrückhalt im Kommunalbereich aber auch für problematische Prozessabluft in der Industrie“, sagt Thomas Tyroller, Product Manager coalsi bei Fritzmeier Umwelttechnik.

Das kompakte Filtersystem steht in Felden dezent zwischen Bäumen auf einem Fundament direkt neben dem Pumpwerk und lässt zuverlässig Urlauber und Anwohner durchatmen. Verbunden wurde er mittels eines Rohr mit der Abluftleitung des Pumpwerks. Die kompakte Bauweise benötigt nur eine geringe Stellfläche von 1,3 m x 1,3 m mit Höhen von 3,8 m ähnlich einer rechteckigen Litfaßsäule.

„Unser Volumenmax steht dort zunächst testweise“, sagt Thomas Tyroller. Gesammelt werden aussagekräftige Resultate über die Leistungen des Filtersystems im Hinblick auf Stoffrückhalt, Funktion und Wirksamkeit unter Realbedingungen. Spannend ist dabei die Frage, wie erfolgreich die Neuentwicklung von Fritzmeier Umwelttechnik bei der Geruchsneutralisierung am Übergabepunkt in Felden ist. „Bauartbedingt sind dort im überwiegenden Teil des Pumpwerks starke Turbulenzen im Abwasser, die für das Ausstrippen der unangenehmen Gerüche ihre Ursache haben“, erklärt der Experte von Fritzmeier.

„Schwefelwasserstoff“ stinkt

Lange Pumpstrecken des Abwassers und die daraus resultierenden Verweilzeiten sind verantwortlich für den beginnenden Abbau des Abwassers. Diese biogenen Abbauprodukte beinhaltet zumeist den Leitparameter „Schwefelwasserstoff“, welcher maßgeblich unter anderem im „Rohgas“ zur Geruchswahrnehmung beiträgt. „Die Konzentrationen von 10 ppm (ppm = millionster Teil in der Luft) bis 50 ppm Schwefelwasserstoff sind nicht selten und werden zum Teil auch deutlich überschritten“, weiß Weimann.

coalsi Volumenmax ist speziell für den Geruchsrückhalt von kommunalem Abwasser konzipiert worden. Die Hybrid-Aktivkohlefiltertechnik ist speziell für große Volumenströme ausgelegt. Gefiltert werden bis zu 2800 Kubikmeter pro Stunde, je nach Konzentration des Rohrgases. Die coalsi Hybridtechnik wandelt durch seine Mikroorganismen den Schwefelwasserstoff und andere Geruchsbildner um und verstoffwechselt diese.

Mikroorganismen haben ordentlich zu tun

Die Mikroorganismen haben in Felden ordentlich zu tun, denn über die Südspange der Chiemseer Ringkanalisation läuft jede Menge Abwasser. Die Pumpstation in Felden ist nur eine von insgesamt 30. Fast 90 km Verbandskanäle, davon 28 km im Chiemsee, wurden bis heute verlegt. Insgesamt zählt die Region etwa 260 km Ortskanäle. Über 10 000 Kubikmeter Abwasser aus den zehn angeschlossenen Chiemsee-Gemeinden werden bei Trockenwetter täglich zur Kläranlage gepumpt und dort gereinigt. „Abgebaut werden jedes Jahr rund 40 Tonnen Phosphor und 1 200 Tonnen Stickstoff“, sagt Geschäftsführer Weimann vom AZV.

Viel Energieeffizienz bei der Strömungsführung

Technisch ist der coalsi Volumenmax ein freistehender Festbettabsorber. Seine ausgeklügelte Systemsteuerung und die integrierte automatische Heizung stellt optimal die Betriebstemperatur und den Wirkbereich sicher und steuert auch den vom Betreiber geforderten Volumenstrom. Die Neuentwicklung des Filtersystems weist eine bessere Energieeffizienz bei der Strömungsführung auf. „Tot-Zonen“ im Hybrid-Aktivkohlefilterkörper werden somit vermieden und eine gleichmäßige Beaufschlagung der gesamten Filterfläche und Filterdicke ermöglicht. Durch konsequente Umsetzung innovativer Effizienzverbesserungen wurde die Standzeit bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch erheblich verlängert. „Die bisher erreichten Geruchsreduktionen im Rohgas und Standzeiten im Probebetrieb sind in dieser Geräteklasse beispielhaft“, betont Tyroller.

Kompakte Bauweise

Der Volumenmax saugt übelriechende Gase nicht nur aus Kanalschächten, sondern auch aus Rechengebäuden oder abgedeckten Sandfängen und wurde besonders auch für problematisch belastete Rohgase in der Industrie entwickelt. Durch die äußerst kompakte Bauweise kann das Filtersystem auch auf kleiner Grundfläche eingesetzt werden.

www.coalsi.com

Über coalsi:

coalsi ist ein Geruchsfiltersystem und ein patentiertes Produkt der Fritzmeier Umwelttechnik. Das System, reduziert unangenehme und gesundheitsschädliche Gerüche aus der Kanalisation, der Landwirtschaft und Gewerbebetrieben und hat sich mit seinen Hybrid-Aktivkohlefiltern bereits in zahlreichen Kommunen und Unternehmen bewährt. Die Einzigartigkeit des Systems besteht nicht nur im konsequenten Filtern von Gerüchen, sondern stellt zeitgleich auch die Belüftung der Kanalsysteme sicher, was den vorzeitigen Korrosionsprozess verhindert. Die spezielle Oberflächenstruktur der Filtermatten nehmen die Gerüche, die durch Gärung, Fäulnis oder Zersetzung ausgelöst werden auf und zersetzen sie. coalsi ist schnell und einfach in bestehende Kanalschächte einzubauen. Geringe Folgekosten fallen nach einem bis zu drei Jahren durch den Austausch der Filter an.