Ganz gleich ob, Rathaus, Schule oder Schwimmbad – Kommunen müssen die Trinkwasserinstallationen ihrer Liegenschaften hygienekonform betreiben. Dass dies mit einem zugleich wirtschaftlich effizienten Betrieb der Installation möglich ist, zeigt das Beispiel Hallenbad Ditzingen.
Bundesweit 15.000 bis 30.000 Pneumonien jährlich sind auf Infektion mit Legionellen zurückzuführen, schätzt das deutsche Kompetenznetzwerk für ambulant erworbene Pneumonien (CAPNETZ, RKI-Jahrbuch 2013). Die Infektion erfolgt über das Einatmen erregerhaltiger Aerosole, wie sie beim Duschen oder in Whirlpools durch Vernebelung von Wasser entstehen. Auch kann beim Trinken versehentlich eingeatmetes kontaminiertes Wasser zu einer Infektion führen. Ideal für die Vermehrung der Legionellen sind stagnierendes Trinkwasser (ab 72 h) und Temperaturen von 20 bis 55 Grad Celsius.
Wasserhygiene und -verbrauch als Zielkonflikt
Im Sinne der Hygiene sind daher möglichst hohe Wasseraustauschraten. Allerdings steht dies als Maximalanforderung ganz im Gegensatz zu Aspekten von Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit. Für die Planung heißt das: alle Anforderungen optimal zusammenführen. Denn der Betreiber, der für die Verkehrssicherheit seiner Trinkwasserinstallation haftet, möchte diese zwar in erster Line hygienekonform, aber auch möglichst wirtschaftlich betreiben.
Lösung: Hygienespülung und Laufzeitanpassung
Intelligentes Wassermanagement führt all diese Aspekte zusammen: Das Trinkwasser fließt, wenn es die Hygiene erfordert; es fließt aber nur so viel wie dafür unbedingt nötig ist. Wassermanagementsysteme, etwa das AQUA 3000 open von Franke, sind in die Gebäudeautomation integrierbar und über das Web steuerbar. Einzelne oder vernetzte Elektronikarmaturen lösen selbständig fixe, dynamische oder temperaturabhängige Hygienespülungen aus. Bei ansteigender Nutzungshäufigkeit, etwa von Schwimmbadduschen oder Urinalen, können durch frequentierungsabhängige Laufzeitanpassung verringerte Wassermengen abgegeben werden, sodass Wasservergeudung vermieden wird.
Hallenbad mit intelligentem Wassermanagement
So auch im Hallenbad Ditzingen: Das Bad aus den 1960er Jahren wurde saniert und modernisiert. Im Zuge dessen wurden die Dusch-, Wasch- und WC-Räume mit ihrer stark variierenden Nutzung mit einem Wassermanagementsystems Aqua 3000 open von Franke-Aquarotter ausgestattet. Frequentierungsabhängige Laufzeitanpassung senkt den Wasserverbrauch in den Sanitäreinrichtungen, darunter 20 Duschen. Zeit- und temperaturgesteuerte Hygienespülungen und thermische Desinfektionen gewährleisten einen hygienekonformen Betrieb. Hinzu kommen langfristige Ersparnisse durch geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten. Franke Aquarotter verfügt über langjährige Expertise im Bereich Trinkwasserhygiene und Ursachen für Kontaminationen und entwickelt regelwerks- und hygienekonforme sowie wirtschaftliche Sanitärlösungen.